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Letzte Änderung:
09.04.2010

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Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS)

Unter sekundären Pflanzenstoffen versteht man eine Vielzahl (bis zu 100 000) verschiedene Substanzen, die in Obst und Gemüse enthalten sind (E. Schmidt*).

Das grundsätzliche Prinzip der Wirkungsweise dieser Substanzen ist wissenschaftlich untersucht und abgeklärt worden: Es handelt es sich dabei um Schutzstoffe, die unter anderem eine Oxidation der im Körper vorhandenen Moleküle verhindern, indem sie Elektronen abgeben oder Wasserstoffionen aufnehmen, ohne selbst in reaktionsfähige Moleküle umgewandelt zu werden (B. Watzl*). Das heißt, sie deaktivieren und puffern so genannte freie Radikale. Diese wiederum entstehen unter anderem in den Mitochondrien der Zellen im Rahmen des normalen Energiestoffwechsels. Also eigentlich ein ganz alltäglicher, Vorgang, der erst dann problematisch wird, wenn nicht genügend SPS als "Anti-oxidantien" vorhanden sind.

Details für Interessierte:
Im Energiestoffwechsel werden die Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß) mit dem eingeatmeten Sauerstoff "verbrannt". Die letzte gemeinsame Strecke dieser Reaktion findet in den so genannten Mitochondrien statt, das sind Zellorganellen, die von einer doppelten Membranschicht umgeben sind. Der mitochondriale Energiestoffwechsel besteht aus Pyruvatoxidation (PDHC), ß-Oxidation der Fettsäuren, Zitratzyklus und vor allem der oxidativen Phosphorylierung. Gebildete Redoxäquivalente (NADH, FADH2) werden dabei in der Atmungskette über 4 Enzymkomplexe mit molekularem Sauerstoff (O2) zu Wasser (H2O) umgesetzt. Das ist sozusagen die biochemische Form der Knallgasreaktion. Dabei freigesetzte Energie wird vom Komplex V zur Synthese des universellen Energieträgers Adenosintriphosphat (ATP) verwendet. So werden in den Mitochondrien über 90% des Energiebedarfs des Körpers bereitgestellt.



* Eine Zusammenfassende Aufstellung der zitierten Veröffentlichungen findet sich unter dem Menüpunkt Literatur